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Steuerliche Anreize für die energetische Wohngebäudesanierung

Gemeinsam mit dem Bundesverband ZDB haben wir uns immer wieder für eine steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Sanierungsmaßnahmen eingesetzt. Jetzt könnte es bald soweit sein, ein erster Entwurf liegt vor.

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden beschlossen. Nach dem Gesetzentwurf ist Voraussetzung für die Förderung, dass mit der Sanierung der Energiebedarf des Gebäudes erheblich verringert wird.

Absetzbarkeit der Sanierungskosten

Für Vermieter sieht ein neugeschaffener § 7 e Einkommensteuergesetz (EStG) vor:

Steuerpflichtige, die ihre Gebäude vermieten oder verpachten, sollen jährlich 10 % der Aufwendungen für die Herstellungskosten für energetische Sanierungsmaßnahmen über einen Zeitraum von 10 Jahren absetzen können.

Selbstnutzer können die Aufwendungen in gleicher Weise wie Sonderausgaben geltend machen, so der neugeschaffene § 10 k EStG.

Voraussetzungen für die Förderung

Es muss sich um Wohngebäude handeln, die vor dem 1.1.1995 gebaut wurden.
Steuerlich gefördert werden Baumaßnahmen, mit denen insbesondere erreicht wird, dass das Gebäude einen Primärenergiebedarf von 85 % eines zum Zeitpunkt des Beginns der Maßnahme vergleichbaren Neubaus nicht überschreitet. Dies ist durch eine Bescheinigung eines Sachverständigen nachzuweisen.

Zur Vermeidung von Doppelförderungen ist geregelt: Die steuerliche Förderung wird nicht gewährt, wenn Steuerpflichtige zinsverbilligte Darlehen, steuerfreie Zuschüsse nach anderen Förderprogrammen (z. B. KfW-Darlehen) oder eine Förderung nach dem Investitionszulagengesetz, für Sanierungsgebiete oder für Baudenkmale in Anspruch nehmen.

Das Gesetz soll am 1.1.2012 in Kraft treten. Es bedarf noch der Zustimmung des Bundesrats.

Bewertung

Der ZDB begrüßt die vorgesehene steuerliche Förderung als geeigneten Anreiz zur Vornahme von dringend notwendigen Investitionen in den Gebäudebestand. Damit wird eine wichtige Forderung des ZDB erfüllt. Nachteilig ist, dass Neubaumaßnahmen und die energetische Sanierung von Betriebsgebäuden nicht begünstigt werden.

Ursprünglich wurde diskutiert, die energetische Sanierung im Wohnungsbestand über eine Wiedereinführung des § 82 a EStDV anzuregen. Damit würden nur Maßnahmen gefördert, die sich insbesondere auf Heizanlagen bzw. Energieanlagen beziehen. Nur diese zu ersetzen, bringt jedoch nur in geringem Maße eine höhere Energieeffizienz. Der ZDB hat sich deshalb sehr dafür eingesetzt, dass eine steuerliche Förderung eine Sanierung umfasst, die sowohl die Gebäudehülle (Fassade, Fenster, Kellerdecke und Dach) wie auch die Heizanlage berücksichtigt. Denn nur so kann die gewünschte Energieeffizienzsteigerung erzielt werden. Dies ist mit den neuen § 7 b und § 10 k EStG gelungen.

Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir Sie informieren.

Änderungen in den Programmen Energieeffizient Bauen und Sanieren

Da es bei der Berechnung mit den unterschiedlichen EDV Programmen zu verschiedenen Ergebnissen kam, wurde von der Bundesregierung eine konkretisierung der Norm vorgenommen und ein freiwilliger Test der EDV Programme durchgeführt.

Mittlerweile wurden für Wohngebäude einheitliche Rechenparameter abgestimmt und eine Vergleichsrechnung der verschiedenen Softwareprodukte abgeschlossen. Die Ergebnisse finden Sie auf dem Informationsportal Nachhaltiges Bauen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie auf der Internetseite des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Die DIN V 18599 kann ab sofort wieder unter Berücksichtigung der Angaben unter dem >>Link sowie unter >>Link angewendet werden. Auch die zugelassenen Softwarehersteller und Produkte finden Sie auf diesen Internetseiten sowie in den Anlagen zu den Programm-Merkblättern. Die Anwendung der Softwareversion ist in der Bestätigung zum Antrag anzugeben. Gegebenenfalls werden weitere Anbieter über eine Aktualisierung in den Anlage zu den Merkblättern bekannt gegeben.

Die Firma ennovatis als Hersteller des ESC-Programmes hat den Test erfolgreich bestanden, somit können mit der aktuellsten Version des Programmes die Nachweise gegenüber der KFW Bank erfüllt werden.

Zusätzlich zu den oben angeführten Informationen zur DIN V 18599 wurden von der KFW in der Anlage zum Programm-Merkblatt "Energieeffizient Sanieren - Technische Mindestanforderungen" noch weitere Passagen inhaltlich aktualisiert.
 

Geändert wurden folgende Anforderungen:

  • die Jahresarbeitszahlen bei Wärmepumpen (in Anpassung an die Aktualisierung im Marktanreizprogramm Erneuerbare Energien)
  • die U-Werte für Fenster in der Tabelle 1 der Anlage (Anpassung an die europäisch harmonisierten Wertangaben für die Nachkommastellen bei der Verglasung)
  • der U-Wert der Fenster für die Ausnahme bei denkmalgeschützten Gebäuden wird auf 1,4 W/(m2 x K) heraufgesetzt.
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